Wissenswertes

Der LED gehört die Zukunft 

 

Das bisher undenkbare in Sachen Lichtgestaltung kann in Zukunft neu gedacht werden . Das Zauberwort für eine Welt neuer Lichtideen heißt LED. Was mit Licht-Zwergen in der Akzent- und Orientierungsbeleuchtung begann, hat seinen Siegeszug auf Straßen,Plätzen und in kompletten Gebäuden angetreten. Licht aus winzigen Bauformen, langlebig und Strom sparend begegnet uns in immer mehr Bereichen unseren täglichen Lebens. Farbgetreu, unempfindlich, kaum Abwärme und Strahlung, flackerfrei, dimmbar und schadstoffarm – die Vorzüge der LED sind Legion.

 

Und es kommt noch besser: In wenigen Jahren werden die organischen LED Einzug halten. Sie nutzen organische Halbleiter zur flächigen Lichterzeugung und sind dabei extrem dünn und leicht. Als eine Art Lichtbaustoff in andere Materialien eingearbeitet wechseln sie chamäleongleich die Farbe, wirken wahlweise transparent bis diffus und leuchten bei Bedarf taghell., sind gefahrlos steuer- und sogar recycelbar. Wenn erst das Problem des Schutzes der hauchdünnen Folien gegenüber Sauerstoff und Wasser gelöst ist, blüht uns allen eine leuchtende Zukunft.


 

Umweltaspekte

 

Unter den Stichworten Klimawandel, Ressourcenverknappung und Energiepreisexplosion vollzieht sich in Deutschland der Abschied von Energie-Verschleuderern wie der guten alten Glühbirne. Schon heute ließe sich mit LED der weltweite Energieverbrauch für Beleuchtung um 30 Prozent reduzieren. Deutschland betreibt im Rahmen seiner HighTech-Strategie viele LED-Forschungsprojekte, um bei dieser Entwicklung vorn dabei zu sein.

 

Auch wirtschaftlich macht eine Umstellung auf LED fast überall Sinn. Höhere Anschaffungskosten amortisieren sich oft schon nach wenigen Jahren Betriebsdauer, sofern genügend Wert auf langlebige Qualität gelegt wird. In hochwertigen Leuchten direkt integrierte Regler halten die Lichtleistung über di gesamte Lebensdauer der LED konstant und sparen damit allein 15 Prozent Energiekosten ein. Eine automatische Dimmung, wenn die Lichtleistung nicht gebraucht wird, tut ihr Übriges dazu und die Einbindung in Telemanagementsysteme perfektioniert den Spareffekt.

 

 

Einsatzbereiche in Hülle und Fülle

 

LED setzen bereits heute wirkungsvolle optische Akzente an zahllosen Gebäuden, anstell großflächiger Fassaden-Anstrahlungen. Direkt im Baukörper oder nahe der Fassade positioniert, mindern sie die unerwünschten Lichtimmissionen.

 

Im Büro vereinen neuartige Hybridleuchten die Vorzüge von LED-Technologie und Leuchtstofflampen als äußerst effiziente und zudem separat schaltbare Direkt-/Indirekt-Leuchten, also Spots auf der Arbeitsfläche und Fluter an der Zimmerdecke.

 

Das schonende Licht der LED gefällt alten Meistern und jungem Gemüse gleichermaßen. Wer Ambiente schaffen will, macht sich die mit LED möglichen Farbspiele zu nutze. Wohltuende Effekte solcher Lichtlösungen sind vielfach wissenschaftlich belegt.

 

LED-Licht inszeniert Künstler mit satten Farben und Lichtwechseln im Zusammenspiel mit modernen Steuersystemen . Jeder Lichtpunkt kann separat angesteuert werden, Farbe und Intensität ändern. LED-Leuchtflächen können mittlerweile sogar Bilder und Filme wiedergeben.

 

LED-Licht verkauft unter sanft flutenden Lichtdecken in großen Malls. LED-Medienleuchten projizieren Werbebotschaften, dynamische Farb- und Lichtsteuerung setzt Produkte und Schaufenster in Szene.

 

LED helfen heilen als Haut und Gewebe schonende Untersuchungsleuchten. Neutralweiße Chips kombiniert mit weiteren Lichtfarben geben Medizinern im OP die Option per Knopfdruck oder Fernbedienung das jeweils optimale Licht zur Beurteilung der Hautoberfläche oder Identifikation einzelner Gefäße einzustellen.

 

LED sind Glanzlichter für das Zuhause, entweder puristisch-minimalistisch oder als harmonische Farb-Dusche zur Stimmungsaufhellung. Transportable LED-Leuchten setzen einzelne Farb- und Lichtakzente nach Lust und Laune, aber auch für ganze Gebäude können mit der entsprechenden Systemtechnik Lichtstimmungen erzeugt werden. Kompakte An- oder Einbauleuchten nutzen vorhandene Baukörper und lassen sich problemlos in Mobiliar einbauen. Jede Glühbirne kann dank vielfältiger Schraub- oder Stecksockelformen im Handumdrehen gegen eine LED-Lampe ausgetauscht werden.

 

Eine gute Figur macht die LED auch am industriellen Arbeitsplatz, wo ihr ihre Unempfindlichkeit gegen Vibrationen und Stöße zugute kommt. Punktgenaue Beleuchtung macht sich besonders dort vorteilhaft bemerkbar, wo kleinste Details den Augen Höchstleistung abverlangen. Robuste Gestänge und hohe Schutzarten machen die LED auch als Beleuchtung bei Arbeiten mit schwerem Gerät brauchbar.

 

Als Retter in der Not erweist sich die LED immer öfter in Gestalt von Signal- und Hinweiszeichen, wobei hier hohe gesetzliche Anforderungen zu erfüllen sind. Aber auch die meistern moderne LED- mittlerweile mit Leistungserhaltungs-Techniken, die dem altersbedingt abnehmenden Lichtstrom entgegenwirken.

 

Aufgrund ihrer enormen Lichtausbeute werden LED zunehmend zu Helden der Straße. 6.000 Kelvin sorgen dafür, dass der Fahrer Fahrbahnrand und Hindernisse nachts besser erkennt; seine Augen ermüden weniger schnell. Beides zusammen senkt die Zahl schwerer Unfälle bei Nacht signifikant. In den Bremsleuchten spart das unmittelbar verfügbare helle Licht wertvolle Sekundenbruchteile an Reaktionszeit. Bald schon wird in Verbindung mit Fahrer-Assistenzsystemen blendfreies Fernlicht zur Verfügung stehen. Das aus Sicherheitsgründen empfohlene und seit 2011 serienmäßige Tagfahrlicht auf LED-Basis schon die Umwelt und spart Treibstoff.

 


 Die flexiblen Alleskönner: LED-Module

 

LED-Module sind in Einsatzzweck und Design ungemein vielseitig. Eingegossene LED-Module sitzen direkt in Boden- oder Deckenkanälen. Lineare LED-Module kommen vorzugsweise ind er Architekturbeleuchtung zum Einsatz. Flexible LED-Module ,meist bestückt mit mit SMD-LEDs beleuchten ideal gebogene Flächen, zum Beispiel Schriftzüge oder Handläufe. Flächige LED-Module dienen als Lichtkacheln oder komplette Lichtdecken, bis hin zu großflächigen Displays. LED-Ketten werden eingesetzt, wenn etwa Werbe-Flächen hinter- oder unterleuchtet werden sollen,

 

Je nach Typ und Anwendung der LED-Leuchte, kann diese direkt mit Netzspannung versorgt werden oder arbeiten über externe Betriebsgeräte.

 

Betriebsgeräte mit konstanter Ausgangsspannung drosseln die Netzspannung auf eine stabilisierte Kleinspannung. LED-Module, die mit konstanter Kleinspannung betrieben werden erlauben keine Regelung. Das Ein- und Ausschalten wird durch Pulsen der Spannung bewirkt.

 

Betriebsgeräte mit konstantem Ausgangsstrom dagegen erzeugen einen stabilisierten Ausgangsstrom im Milliampere-Bereich. Die stromgeführte Ansteuerung von LED-Modulen bietet bessere Energieausbeute, da keine Verluste durch Bauteile zur Strombegrenzung auftreten. Die Dioden können dank stabilem Betriebsstrom auch nicht überlastet werde, was besonders für leistungsstarke Hochstromdioden wichtig ist.

 

 

Prüfzeichen

 

Für LED sind eine Reihe von Prüfzeichen relevant, auf die der Käufer achten sollte, um qualitativ gute Produkte zu erwerben. Prüfzeichen ENEC/VDE (ENEC = European Norm Electrical Certification) dokumentiert, dass Leuchten und eingebaute Betriebsgeräte den aktuellen Normen entsprechen. Der VDE (Verband Deutscher Elektrotechniker prüft in Deutschland nicht nur das Endprodukt, sondern überwacht auch dessen Fertigung. Das Prüfzeichen GS steht für „Geprüfte Sicherheit“und wird von VDE oder TÜV vergeben. Sie bestätigen damit, dass das geprüfte Produkt dem Geräte- und Produktsicherheitsgesetz entspricht. Das Prüfzeichen EMV garantiert die elektromagnetische Verträglichkeit von Leuchten und Betriebsgeräten mit anderen Geräten. Die Kennzeichnung bestätigt die Zulässigkeit des Vertriebs der so gekennzeichneten Produkte innerhalb der EU. Sie entsprechen somit den„grundlegenden Anforderungen“ einzelner EU-Richtlinien.

 


Schutzklassen

 
 Leuchten und Betriebsgeräte sind elektrische Produkte, die für einen sicheren Betrieb isoliert sein müssen. Nach DIN EN 61140 gibt es dafür drei Schutzklassen. Schutzklasse I kennzeichnet Leuchten für den Anschluss an den netzseitigen Schutzleiter. Sie nehmen keine gefährlichen Körperspannungen an. Solche Leuchten sind deshalb für den Einsatz im Badezimmer oder im Außenbereich geeignet. Schutzklasse II tragen Leuchten ohne Schutzleiteranschluss, deren spannungsführende Teile jedoch mit einer zusätzlichen oder verstärkten Isolierung versehen sind. Schutzklasse III weist auf den Betrieb mit Schutzkleinspannung nicht höher als 50 Volt hin. Spezielle Kennzeichnungen gibt es außerdem zum Brandschutz. Werden LED-Module oder Leuchten in Möbel ein- oder angebaut, müssen sie bestimmten thermischen Anforderungen genügen.